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Großer Zapfenstreich

Mit den folgenden Informationen möchten wir die Geschichte des "Großen Zapfenstreichs" - das Herzstück deutscher Militärmusik - näher bringen und den Ablauf dieses Musikstücks vorstellen.
Der „Große Zapfenstreich“ gilt in Schützenkreisen als besonderer Höhepunkt große Veranstaltungen und wird daher gelegentlich als Abschluß eines großen Festaktes durchgeführt.

Als besondere Experten für die Durchführung eines „großen Zapfenstreiches“ gelten in der Region Köln-Bonn die Musikfreunde Roisdorf e.V., die hierbei von einem Tambourcorbs der Region unterstützt werden.



Der "Große Zapfenstreich"

Der „Große Zapfenstreich“ nimmt auf dem Gebiet der deutschen Militärmusik eine besondere und bedeutende Stellung ein. Diese feierliche Abendmusik mit ihrer Spielfolge von Trommel- und Pfeifenstücken, Reitersignalen und dem Gebet trägt bis auf den heutigen Tag die beiden Traditionen der deutschen Militärmusik in sich: Die Trommel und die Pfeife, also das "Spil" der Landsknechte und die Trompeten und Pauken der Reiterei.

So entstand das Wort "Zapfenstreich"

Die Landsknechte verbrachten in früheren Zeiten ihre Abende vor allem in den Schänken oder Marketenderzelten. Zu einer festgelegten Stunde mußte jedoch die Ordnung des Lagers für die Nacht hergestellt werden. Deshalb ging der "Profos", begleitet von einem "Spil", also den Spielleuten, einem Pfeifer und einem Trommler, durch die Schänken und schlug mit einem Stock auf die Zapfen des Fasses. Diese Amtshandlung beendete offiziell die Zecherei. Die Landsknechte hatten die Schänken sofort zu räumen und sich in ihre Zelte zu begeben. Auch dort durfte nicht weiter getrunken und gewürfelt werden.
Wer sich diesem musikalischen Befehl, der von den Landsknechten "Zapfenschlag" genannt wurde, widersetzte, wurde hart bestraft.

Zum "Großen Zapfenstreich"

Was die deutschen Truppen betrifft, nahm der Zapfenstreich während der Freiheitskriege gegen Napoleon des 19. Jahrhunderts zeremonielle Bedeutung an. Der Brauch, in der Preußischen Armee dem Zapfenstreich ein kurzes Abendlied folgen zu lassen, stammt aus dem Jahre 1813. Die Spielfolge des "Großen Zapfenstreichs" - wie sie noch heute Gültigkeit besitzt - wurde zum ersten Mal am 12. Mai 1838 in Berlin unter Beteiligung von 1000 Musikern und 200 Trommlern aufgeführt. Die Nationalhymne wurde dem "Großen Zapfenstreich" dann 1918 beigefügt.

Die Spielfolge des "Großen Zapfenstreichs"

Serenade
1. Marsch: „Jagdgeschwader Richthofen“
2. Marsch: „Des Großen Kurfürsts – Reitermarsch“
3. Marsch: „Kameraden auf See“
Locken zum Zapfenstreich
„Zapfenstreichmarsch“
Signale
1. Post
2. Post
3. Post
Zeichen zum Gebet
Gebet
"Ich bete an die Macht der Liebe..."
Abschlagen nach dem Gebet
Ruf nach dem Gebet
Nationalhymne
Ausmarsch

Drei Hinweise zur Durchführung

1. Beim Gebet - nachdem der Befehl "Helm ab zum Gebet" gegeben wurde, erheben sich die zum "Großen Zapfenstreich" geladenen Gäste. Die Herren nehmen hierbei ihre Kopfbedeckung ab. Nach Beendigung des Gebets - nach dem Kommando "Helm auf" - sind alle Gäste gebeten, wieder Platz zu nehmen.
2. Zum Spielen der Nationalhymne erheben sich alle Gäste.
3. Während der ganzen Veranstaltung wird nicht applaudiert.


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