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Vereinsgeschichte der Schützenbruderschaft

Abbildung eines Schützenfestes auf dem Schützenplatz.

Im Jahre 1848 wurde die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft gegründet. Das alte Protokollbuch aus der Gründungszeit der Bruderschaft mit seinem verkratzten Ledereinband und seinen vergilbten Blättern, welches nun fast 160 Jahre erhalten blieb, gibt Zeugnis davon, dass sich nach politischen Umbrüchen und in einer Zeit des Notstandes mutige Roisdorfer Männer zusammenfanden, um dunklen Elementen entgegenzuwirken, die unter dem Eindruck der Revolutionsideen von „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ ihrem Tatendrang in unserer Gegend allzu freien Lauf ließen. Arme und Schwache in dieser Zeit zu schützen war der eigentliche Sinn und Zweck zur Gründung der Schützenbruderschaften in unserer Gegend. Und so entstand auch in Roisdorf ein solcher Schützenverein.
 
Jahre später, als wieder Ruhe und Ordnung im Lande herrschten, blieb dieser Verein mit seinen Mitgliedern zusammen und pflegte in friedlicher Zeit die Ideale, die er sich in stürmischen Tagen auf seine Fahne geschrieben hatte.
 
Die ersten im Protokollbuch erwähnten Mitgliedernamen stammen aus den Familien Alef, Bell, Bernartz, Fleischer, Grün, Knaus, Mühlens, Müller, Rech, Strunk und Thiesen.
Erster Vorsitzender war Jakob Müller, der nach jährlicher Wiederwahl dieses Amt 27 Jahre bis 1875 innehatte. Er wurde von Gottfried Schmitz abgelöst, von dem die Chronik viel Rühmliches zu berichten weiß und dem man deshalb dieses Amt bis 1890 immer wieder vertrauensvoll übertrug.
In den folgenden Jahren amtieren zwei Vorsitzende, die nicht vergessen werden dürfen. So ist als erstes der damalige Hauptlehrer Johann Heister zu nennen, der Nachfolger von Gottfried Schmitz wurde. Sein Nachfolger wurde der rührige Jean Romes.
 
Als Organisator und ausgezeichneter Gesellschafter war er nicht nur in Roisdorf, sondern auch über die Grenzen des Ortes hinaus ein großes Vorbild.
Der Chronik ist zu entnehmen, dass der erste Schießstand der Bruderschaft „Im Benden“ in der Nähe des heutigen Centralmarktes angesiedelt war. Aus dem Jahre 1853 beschreibt die Chronik sogenannte „Vogelstangen“, die im Siefenfeldchen aufgestellt waren. Hier wurde 1853 der Vater des verstorbenen früheren Brudermeisters Heribert Rech und Urgroßvater des amtierenden Schützen-Kaisers Wilhelm Rech, Johann Rech Schützenkönig.
 
Im Jahre 1893 wurde dieser Schießplatz vom Eigentümer, dem Herrn von Wittgenstein, gekündigt, so dass ein neuer Schießstand gefunden werden mußte. Am Kirmesmontag desselben Jahres konnte dann erstmals das Königsschießen auf der Höhe und zwar in der Siebertz’schen Sandgrube am Blutpfad, ausgetragen werden.
 
Ein Jahr später im Jahre 1894 erwarb der Verein unterhalb der Bundesbahntrasse, am heutigen Fuhrweg, ein Grundstück und richtete dort seinen Schießstand ein.
Bis zum Jahre 1924 traf sich dort alljährlich die Roisdorfer Dorfbevölkerung beim Schützenfest und zum Königsschießen. In den zwanziger Jahren zeigte sich jedoch, dass es nicht mehr möglich war, diesen Schießstand den sich ständig steigenden Anforderungen anzupassen. Hinzu kam, dass die Umgebung mehr und mehr bebaut wurde, wodurch sich beim Schießen Gefahren für die Anwohner ergaben, so dass die Errichtung eines Scheibenschießstandes nur sehr aufwendig zu realisieren gewesen wäre.
 
In günstiger Lage wurde dem Verein 1925 das Gelände des jetzigen Schützenplatzes von den Geschwistern Schmidt angeboten. Und obwohl in der damaligen Zeit noch alle erforderlichen Arbeiten von Hand verrichtet werden mußten, gelang es, den Platz in kurzer Zeit soweit herzurichten, dass dort noch im gleichen Jahr der Wettkampf um die Königswürde ausgetragen werden konnte.
Einer der seinerzeit jüngsten Vereinsmitglieder, Ferdinand Tönnessen, wurde erster Schützenkönig auf dem neuen Schießstand an der Essener Straße.
 
In diesem Jahr war es auch, dass der Verein unter der laufenden Nummer 300 als „Schützengesellschaft“ ins Vereinsregister des Amtsgerichtes Bonn eingetragen wurde. Die Gesellschaft zählte zu diesem Zeitpunkt 32 aktive Mitglieder.
Ebenfalls 1925 wurde auch mit tatkräftiger Unterstützung der Schützenbruderschaft das Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges 1914 / 1918 errichtet.
 
In dieser Zeit herrschte reges Leben und viel Aktivität bei den Schützenvereinen am Vorgebirge. In diese Epoche fällt auch die Gründung des Bundes Vorgebirge, dessen erstes Bundesschießen als Vergleichswettkampf der einzelnen Schützenbruderschaften am Vorgebirge im Mai 1927 stattfand.

Schützen vor dem Ehrenmal 1930er Jahre.

Die Gründung des heutigen Bezirksverbandes Bund Vorgebirge am 29. Mai 1927 ging hierbei auf Initiative des damaligen Brudermeisters Jean Romes aus Roisdorf zurück, der auch zum ersten Bezirksbundesmeister gewählt wurde und dieses Amt bis zum Jahre 1941 bekleidete.
 
Zu Beginn der dreißiger Jahre meldete die Schützenbruderschaft ihre Mitglieder bei der kirchlichen Erzbruderschaft vom heiligen Sebastian an und wurde damit kirchlicher Verein. Dies war in jener Zeit die einzige Möglichkeit um als eigenständige Vereinigung bestehen zu dürfen.

Jungschützen aus dem Jahr 1935. Junge Schützenbrüder in einer so genannten Probezeit vor ihrer endgültigen Aufnahme in die Bruderschaft. Als äußeres Zeichen wurde lediglich der Schützenhut und die weiße Fliege getragen. Die grüne Uniform erst gab es erst nach Ablauf der Probezeit.

m Jahre 1936 war die Bruderschaft erstmals Ausrichter eines Bezirksschützenfestes im Bezirksverband Bund Vorgebirge.
 
Der zweite Weltkrieg ließ in den Jahren 1939 bis 1945 eine aktive Bruderschaftstätigkeit nicht zu.
1939 wurde vorerst das letzte Schützenfest gefeiert. Die Wirren des zweiten Weltkriegs verhinderten nicht nur bei den Roisdorfer Schützen ein „normales“ Weiterleben.
In diesen Kriegsjahren lichteten sich die Reihen der Mitglieder sehr. Zudem kehrten die Schützenbrüder Gerhard Romes, Wilhelm Faßbender, Peter Kraus, Christian Rech und Matthias Joisten nicht mehr in die Heimat zurück.
 
Nach siebenjähriger Unterbrechung konnte dann jedoch bereits 1946 das Vereinsleben fortgesetzt werden. Beim ersten Schützenfest 1947 gelang es dann Johann Rech mit der Armbrust den Rest des Vogels von der Stange zu holen und erster Schützenkönig nach den Kriegsjahren zu werden.
 
Ins Jahr 1948 der Nachkriegszeit fiel die Feier des 100-jährigen Bestehens der Bruderschaft.
Anläßlich der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Vereinsjubiläum zelebrierte der Generalpräses der Erzbruderschaft zum heiligen Sebastian, Pfarrer Louis aus Leverkusen zusammen mit dem damaligen Roisdorfer Pfarrer Matthias Ossenbrink, der selbst Mitglied der Bruderschaft war, das Festhochamt.
 
Die Ideen und Bedürfnisse, die in der revolutionären Zeit von 1848 zur Vereinsgründung geführt hatten, fanden in diesen schwierigen Nachkriegsjahren wieder konkrete Inhalte. Es galt, die Wunden, die der Krieg in den Familien der Schützenbruderschaft und auch in vielen anderen Familien des Ortes hinterlassen hatte, zu heilen und auf den Trümmern eine neue Lebensordnung aufzubauen.

Krönung 1950

Getreu ihrer langjährigen Tradition hat die Bruderschaft in den nun folgenden Jahren ein reges und sehr kameradschaftliches Vereinsleben geführt. Zunächst unter dem Vorsitz von Brudermeister Franz Schmitz und nach dessen Tod unter der Leitung von Brudermeister Heribert Rech, der in der Zeit von 1952 bis 1987 ebenfalls eine tragende Rolle im Bezirksverband Bund Vorgebirge als stellvertretender Bezirksbundesmeister inne hatte.
In dieser Zeit, in der alte Traditionen immer mehr der Vergessenheit anheimfielen und ein Auseinanderfallen alter, ideeller Gemeinschaften zu beobachten war, hielten die Mitglieder der Roisdorfer Schützenbruderschaft um so enger zusammen und erfreuten sich der Achtung derer, die mit Sorge diese Entwicklungen beobachteten.
 
Einige wichtige Daten mögen hier als äußerer Beweis für die zahlreichen Aktivitäten der Schützenbruderschaft herangezogen werden, da sie wichtige Meilensteine des Vereinslebens darstellen.
 
Wegen des immer stärkeren Interesses am Sportschießen wurde 1951 ein Kleinkaliberschießstand errichtet. Durch die Weiterentwicklung dieser Sportart und dem wachsenden Interesse der Vereinsmitglieder wurde eine wesentliche Erweiterung des Schießstandes nötig.
In diesen Jahren konnte die Bruderschaft sehr erfolgreich an Meisterschaften teilnehmen und zahlreiche Titel und Auszeichnungen erringen.
 
So richtete man 1958 ebenfalls erneut sehr erfolgreich das Bezirksschützenfest aus.
Noch im Folgejahr 1959 wurde Urban Erd erster Roisdorfer Bezirkskönig nach dem Krieg.
Ihm folgten im Jahr 1962 mit Wilhelm Jüßen, im Jahr 1965 mit Hans Thome und 1968 mit Johannes Tönneßen gleich drei weitere Bezirkskönige aus Roisdorf in nur wenigen Jahren.

Jungschützen mit dem Königsvogel
auf dem Weg zum Schützenplatz ca. September 1969

Gruppenfoto der Bruderschaft Ausrichter des Bezirkschützenfestes
1973 mit dem damaligen Königspaar Wilhelm und Kethe Rech.

Königspaar 1975 Liesel und Christian Schmidt

Um die sportlichen Aktivitäten und hier ganz besonders das Schießen mit der Sport- und Großkalieberpistole weiter ausbauen zu können, trat die Bruderschaft am 01. Dezember 1976 dem Rheinischen Schützenbund 1872 e.V. bei, wo sie bis heute mit einer Sportpistolenmannschaft sehr erfolgreich ist.
 
Zu dieser Zeit war die Mitgliederzahl auf über 50 aktive Schützen angestiegen.
So ging die Schützenbruderschaft in dieser Zeit unter der Führung von Brudermeister Heribert Rech mit dem Wissen um ihre gesellschaftliche Bedeutung gerade und zielgerichtet ihrem 140-jährigen Vereinsjubiläum entgegen.
Dieses Jubiläum wurde am 09. und 10. Mai 1987 gemeinsam mit den Musikfreunden Roisdorf, die auf eine 65-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken konnten, in Verbindung mit dem Bezirksschützenfest in den Hallen des Centralmarktes Bornheim-Roisdorf in gebührender Weise gefeiert.
Am 05. März 1988 vollzog sich ein Generationswechsel in der Vereinsführung.
Nach über 3 Jahrzehnten erfolgreicher Tätigkeit als 1. Brudermeister legte Heribert Rech dieses Amt in jüngere Hände. Sein Stellvertreter, Gerhard Linden, wurde zum 1. Brudermeister und somit Vorsitzenden der Bruderschaft gewählt.
Neben dem Brudermeister machten auch weitere Vorstandsmitglieder jüngeren Kräften platz.
Heribert Rech, der aus Dankbarkeit für seine langjährige und erfolgreiche Leitung der Bruderschaft zum Ehrenbrudermeister bestellt wurde, stand jedoch weiterhin dem neuen Vorstand mit Rat und Tat zur Seite.
 
Aufgrund einer sehr erfreulichen Entwicklung der Jugendarbeit in der Bruderschaft kam es nach mehrjähriger Planung im Frühjahr 1988 zur Beschlussfassung über eine Erweiterung und Modernisierung der Schießanlagen, um künftigen Anforderungen gerecht zu werden.
Nach Sicherstellung der Finanzierung begannen dann am 29. Juli 1989 die dringend notwendigen Baumaßnahmen zur Errichtung eines neuen Schießstandes für das Luftgewehrschießen und der Bau neuer sanitärer Anlagen auf dem Schützenplatz.
Nach kurzer Bauzeit und aufgrund des großen und tatkräftigen Einsatzes der Vereinsmitglieder konnte der Neubau bereits am 07. April 1990 im Rahmen eines zünftigen Festes eingesegnet und seiner Bestimmung übergeben werden.
Bei den rund 4.000 Arbeitsstunden dieser Baumaßnahme fand die Bruderschaft erhebliche Unterstützung durch die Ehrenmitglieder Fritz Nagorske, der die Bauleitung übernahm und den Architekten Hans-Günther Pauly. Ihnen zur Seite stand Herr Alfred Engel, der die Maurerarbeiten leitete. Ehrenbrudermeister Heribert Rech erwies sich auch hier immer wieder als Antriebskraft für den Arbeitseinsatz.
 
Seither verfügt die Bruderschaft über eine sportgerechte Schießanlage und ein modernes Vereinsheim für seine geselligen Aktivitäten.
 
Ihr Jahr 1992 konnte dann nach langer Zeit mit dem Königspaar Peter und Ursula Brings erneut die Würde des Bezirkskönigs beim Bezirksschützenfest in Kardorf errungen werden.
1992 konnte die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Roisdorf ebenfalls die Bezirkskette des Bezirksverbandes Vorgebirge erringen.

Die Schützen vlnr: Schmidt, Brings, Faßbender, Werres, Koch, Tönneßen, Schneider, Nagorske, Klemmer, Linden stv. Bezirksbrudermeister: Flohr

Hier das Roisdorfer Königspaar 1993 / 1994 Karl-Heinz und Gertrud Faßbender
beim jährlichen Königspaaretreffen im Rathaussaal der Stadt Bornheim

Am 13. Mai 1995 verstarb nach langer, schwerer Krankheit der Ehrenbrudermeister und Ehrenbundesmeister des Bezirksverbandes Heribert Rech im Alter von 77 Jahren. Mit ihm verlor die Bruderschaft einen väterlichen Ratgeber und guten Freund, der unvergessen bleiben wird.
 
Ein gutes Beispiel für die Traditionspflege zeigte jedoch in den Folgejahren die Familie Rech, bei der Wilhelm Rech, als Sohn des verstorbenen Ehrenbrudermeisters, mit seiner Frau Kethe Rech im September 1997 ihren Sohn als Schützenkönig ablösten und als erstes Kaiserpaar in die Vereinsgeschichte eingehen konnten.

Königspaar 1996 Heribert und Daniela Rech

Im folgenden Jahr wurde am 11. und 12. Juli 1998 das 150-jährige Vereinsjubiläum in einem großen Festzelt auf der Rathauswiese gefeiert.
Nach dem großen Erfolg des 140-jährigen Vereinsjubiläums feierte man erneut gemeinsam mit den Musikfreunden Roisdorf, die gleichzeitig ihr 75-jähriges Gründungsfest feiern konnten. Bei dieser gemeinsamen Jubiläumsfeier unter Beteiligung zahlreicher Schützen- und Musikvereine konnten die jahrzehntelangen freundschaftlichen Kontakte beider Roisdorfer Vereine eindrucksvoll unter Beweis gestellt und gebührend gefeiert werden.

Gruppenbild zum 150-jährigen Vereinsjubiläum am 11. und 12. Juli 1998; 1. Kaiserpaar Wilhelm und Kethe Rech, Prinz Thomas Kentenich und Bürgerkönig Willi Schneider.

Nach längeren Planungen und nach entsprechender Genehmigung durch das Bauamt der Stadt Bornheim und das Polizeipräsidiums Bonn wurde im Frühjahr 1999 mit dem Bau eines neuen Vogelstandes begonnen.
Dieser neue Vogelstand wurde als Ersatz für den über 70 Jahre alten und mittlerweile sehr maroden Vogelhochstand errichtet. Durch tatkräftiges Engagement der Schützenbrüder Wilhelm Rech, Günther Welteroth, Christian Schmidt, Karl-Heinz Faßbender und Karl-Heinz Werres konnte der neue Vogelstand schon am Königsschießen im September des gleichen Jahres eingesegnet werden. Erster Schützenkönig auf dem neuen Hochstand wurde Toni Schneider.
 
Im Jahr 2000 vollzog sich erneut ein Generationswechsel in der Vereinsführung.
Nach zwölf Jahren erfolgreicher Tätigkeit als 1. Brudermeister legte Gerhard Linden sein Amt in jüngere Hände.
Sein bisheriger Stellvertreter, Hans-Peter Schmidt wurde bei der Generalversammlung am 18. März 2000 einstimmig zum 1. Brudermeister und somit Vorsitzenden der Bruderschaft gewählt.
Gerhard Linden übernahm in diesem neuen Vorstand das Amt des Protokollführers und stand mit Karl-Heinz Faßbender, der viele Jahre als Geschäftsführer und Christian Schmidt, der zwölf Jahre als Schriftführer gewirkt hatte auch weiterhin für ein Vorstandsamt zur Verfügung.
 
Zeitgleich vollzog sich im Jahr 2000 auch ein Generationswechsel beim Bezirksverband Bund Vorgebirge, wo mit Winand Flohr erneut ein Schützenbruder aus Roisdorf am 14. März 2000 zum Bezirksbundesmeister gewählt wurde.
 
Am 03. Juli 2001 wurde Pfarrer Wolfgang Hages neuer Präses der Bruderschaft.
 
In den folgenden Jahren konnte die Gemeinschaft der Bruderschaft durch das sehr harmonische und kameradschaftliche Miteinander der Generationen mit großem Erfolg ausgebaut werden.
 
Durch eine zeitgemäße Anpassung der jährlichen Vereinsaktivitäten konnte hierbei das Fundament für ein lebensfrohres und aktives Schützenwesen in Roisdorf gelegt werden.
So wurde unter anderem im Jahr 2003 erstmals ein gemeinsamer Waldspaziergang der ganzen Schützenfamilie in Leben gerufen.
 
Nach mehrjährigen intensiven Überlegungen wurde dann im Jahr 2004 erstmals eine Zusammenlegung des bislang am Kirmessamstag veranstalteten Königsschießens mit dem Schützenfest im Juli praktiziert.
Diese zeitgemäße Maßnahme um auch weiterhin ein attraktives Königsschießen präsentieren zu können wurde dann auch gleich im ersten Jahr von der Bevölkerung voll angenommen und ein großer Erfolg.
 
Im Jahr 2004 wurde dann durch einstimmige Wiederwahl des jungen Vorstandes die Arbeit aber auch die moderne Vereinsführung eindrucksvoll bestätigt.
 
Nach fast zweijährigen Verhandlungen konnte dann im November 2004 von der Stadt Bornheim das Pachtgründstück, auf dem sich die im Jahre 1989 errichtete Schießhalle befindet, erworben werden.
Da somit die gesamte von der Bruderschaft genutzte Fläche und alle Schießstätten Eigentum der Bruderschaft sind, ist auch künftig eine uneingeschränkte Nutzung der Schießstätten gesichert.
 
Durch die Aufnahme und Versorgung von 17 jugendlichen Pilgern aus Italien im Vereinsheim beim Weltjugendtag 2005 in Köln konnte die Bruderschaft auch einmal mehr ihr soziales und christlichen Engagement unter Beweis stellen.
 
In Ihrer fast 160-jährigen Geschichte hat Schützenbruderschaft Roisdorf e.V. in traditioneller Bindung erfolgreich gewirkt und hohes Ansehen über die Grenzen der Stadt Bornheim hinaus erworben und leistet heute einen großen und erfreulichen Beitrag zum Vereins- und Gemeinschaftsleben in Roisdorf.
 
In zahlreichen Wettkämpfen konnte die Bruderschaft schon einige Trophäen erringen. So auch beim Schießen um die Bundeskette beim diesjährigen 57. Bezirksschützenfest der St. Hub. Schützenbruderschaft Nettekoven-Impekoven in der Dreifachturnhalle in Oedekoven am 07. Mai 2006.

Zum nunmehr neunten Male konnte die Mannschaft aus Roisdorf nach ihren Erfolgen in den Jahren 1928, 1930, 1936, 1964, 1968, 1980, 1984 und 1992 den Titel in der Mannschaftswertung erringen.

Bei diesem Wettstreit aller Bruderschaften des Bezirksverbandes Bund Vorgebirge konnte sich das Team aus Roisdorf als einzige Mannschaft mit einer Trefferquote von allen 10 Gipspfändern diesen heiß begehrten Titel sichern.

Das Bild zeigt die siegreiche Mannschaft mit dem Bezirksbundesmeister Winand Flohr (links) bei der Siegerehrung.

Königspaar 2006 Josef und Helene Fröndgen

Dies alles ist Grund genug, um mit Dankbarkeit in die Vergangenheit und mit Tatkraft, Mut und Zuversicht in die Zukunft der Bruderschaft zu blicken.

Beim Königsschießen 2006 gelang es dann Schützenbruder Josef Fröndgen trotz seines Alters von 78 Jahren bei einem regelrechten Schieß-Krimi kurz vor Mitternacht Schützenkönig der Bruderschaft zu werden.

Aufgrund von Änderungen der gesetzlichen Bestimmungen für den Betrieb von Schießständen wurden 2007 umfangreiche Renovierungs- und Baumaßnahmen bei allen Schießanlagen erforderlich.
So wurden mit hohem Arbeitsaufwand in unzähligen Arbeitsstunden alle vorhandenen Luftgewehrstände, der Vogelhochstand und auch die beiden Großkalieberschießbahnen komplett renoviert und umgebaut.
 
Pünktlich zum 160-jährigen Bestehen der Bruderschaft konnten Gerhard und Kläre Linden beim Königsschießen 2008 als zweites Kaiserpaar in der Vereinsgeschichte gefeiert werden. Ebenfalls gelang es 2008 mit der Aufnahme von fünf Schülern eine neue Schülermannschaft aufzubauen.

Kaiserpaar 2008 Gerhard und Kläre Linden

Kaiserpaar 2009 Helene und Josef Breuer

Am 25. und 26. April 2009 war die Bruderschaft zum fünften Mal Ausrichter des Bezirksschützenfestes.
Dieses 60. Bezirksschützenfest war natürlich wieder ein willkommener Anlass, um zusammen mit den Musikfreunde Roisdorf ein gemeinsames Fest zu feiern.

So traf es sich gut, das die Musikfreunde Roisdorf im Jahr 2009 auf ihr 50 jähriges Bestehen als Blasorchester zurückblicken können.

Es war ein Superfest und wir erhielten gemeinsam mit den Musikfreunden viel Lob von allen Seiten.

Beim Königsschießen 2009 konnte wieder eine Kaiserwürde errungen werden. Diesmal war es Josef Breuer der zum dritten mal die Königswürde errang und somit gemeinsam mit seiner Frau Helene zum Schützenkaiserpaar 2009 gekrönt wurde.

Für unsere Zukunft wünschen wir uns natürlich noch viele schöne Feste, aber auch, dass die nachfolgenden Generationen weiter die alten Bräuche des Schützenwesens pflegen und mit neuen Ideen das Vereinsleben stärken.
Es steht aber heute schon fest, dass diese Vereinsgeschichte im Sinne der Roisdorfer Schützentradition ihre Fortsetzung finden wird.

Krönungsball 2013

Ihr Vorstand der Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft
Roisdorf 1848 e.V.


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